Ein leiser Abschied, ein letzter Einsatz – und ein stolzer Rückblick auf zehn unvergessliche Tage in München.
Am Schlusstag der Deutschen Meisterschaften lag über der Olympia-Schießanlage in München schon der Hauch von Abschied: Händler bauten ihre Stände ab, die Verbandszelte leerten sich und die Reihen der Sportlerinnen und Sportler wurden sichtbar dünner. Doch bevor endgültig Ruhe einkehrte, griffen noch einmal vier Thüringer Schützinnen und Schützen zu Gewehr und Pistole – und gaben alles, was noch in ihnen steckte.
Bei den Schülerinnen mit dem Luftgewehr belegte Stella Sophie Köhler vom Förderverein SSZ Suhl unter 153 Starterinnen Platz 80. Annis Charaf vom BSC Erfurt erreichte im Wettbewerb mit der 25m-Standardpistole einen guten 35. Rang. Ebenfalls am Start: Landestrainer Oleksii Denysiuk, der in München nicht nur coachte, sondern auch selbst um Medaillen kämpfte. Mit 555 Ringen schoss er sich auf einen respektablen 5. Platz, knapp an den Podestplätzen vorbei. Ganz zufrieden war er damit nicht – schließlich setzt er selbst höchste Maßstäbe an sich. Doch schon in wenigen Wochen wartet auf ihn voraussichtlich die Europameisterschaft der Paraschützen, wo er wieder zu den Medaillenfavoriten zählen dürfte.

Einen Titel gab es bei dieser Disziplin aus Thüringer Sicht dennoch zu feiern: Doreen Vennekamp aus Steinbach-Hallenberg, die zwar für Hessen startet, aber tief mit Thüringen verbunden ist, sicherte sich ihren dritten Deutschen Meistertitel in einer Einzeldisziplin in diesem Jahr. Herzlichen Glückwunsch!

Die letzte Thüringer Starterin bei dieser DM war Helen Löffler von der SG Neustadt/ Orla. Sie belegte mit dem Luftgewehr Platz 40 – und durfte damit das Kapitel München 2025 aus Thüringer Sicht beschließen.
Unmittelbar nach dem letzten Wettkampf hieß es dann: abbauen. Trainer Hanna und Oleksii Denysiuk sowie der „Chronist“ packten an, das gemeinsame Zelt der Landesverbände Thüringen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt wurde zurückgegeben, der LKW beladen und alles wieder im Lager verstaut – bis zum nächsten Jahr. Ein herzliches Dankeschön gilt an dieser Stelle allen Helferinnen und Helfern, vor allem den unermüdlichen Versorgerinnen Daniela und Sylvia Heim sowie „Praktikantin“ Elisabeth Elisee. Und auch ein Dankeschön an Dirk Schwiderski aus Sachsen-Anhalt für die perfekte Organisation im Vorfeld.

Damit endet dieses Tagebuch nach zehn intensiven Tagen und stolzen 41 Medaillen für den Thüringer Schützenbund – mit ein wenig Wehmut, aber auch mit Vorfreude: Schon nächste Woche geht es in Wiesbaden mit der DM Bogen weiter. Und auch 2026 wird es hier in München wieder heißen: Neues Tagebuch, neue Geschichten, neue Erfolge.
Die DM München:
Thüringen war gut vertreten: 106 Sportlerinnen und Sportler aus 28 Vereinen stellten sich dem nationalen Titelkampf mit knapp 200 Starts. Der TSB betreute gemeinsam mit Sachsen-Anhalt und Brandenburg ein Versorgungszelt - wir haben uns auf Euren Besuch gefreut!
Wie in den vergangenen Jahren auch wurden die Finals am „olympischen Wochenende“ (22.-24. August) live bei Sportdeutschland.TV gestreamt, zudem noch die beiden Einzel-Finals im Trap-Wettbewerb (29. August) und das Finale Shooty-Cup (28.08.). Hier der Streaming-Überblick (DSB) und weitere Detailinfos zum Stream (DSB News)
Hier die Zeitpläne, Flinte und Finalzeitplan in der Übersicht.
Hier geht es zur TSB-Spezialseite DM München (inkl. Link zu den DM-Infoseiten des DSB).







