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Nationales Waffenregister

[07.08.2020 12:00 : Kategorie: Allgemein]
Nationales Waffenregister

Mit der Umsetzung der Vorgaben der Europäischen Feuer­waffen­richtlinie in natio­nales Recht hat das 3. Waffen­rechts­ände­rungs­gesetz auch Ände­rungen für das Natio­nale Waffen­register (NWR2) beschlossen. Diese treten mit den übrigen Ände­rungen des 3. Waffen­rechts­ände­rungs­gesetzes zum 01.09.2020 in Kraft. Diese werden im folgenden auf­ge­führt:

  • Jeder Waffen-Besitzer bekommt eine persönliche ID für das Nationale Waffen­register, eine NWR-ID. Dieser Nummer ist ein "P" vorangestellt. Diese ID entspricht den Daten­schutz­richt­linien, da sie ver­schlüs­selt aus unter­schied­lichen Daten generiert wird.
  • Jeder Jäger und Sport­schütze erhält zusätzlich eine Erwerbs-ID. Gekenn­zeichnet durch ein "E". Die persönliche NWR- sowie die Erwerbs-ID werden vom Amt in die jeweilige Waffen­besitz­karte einge­stem­pelt.
  • Alle Schusswaffen und wesentlichen Waffen­teile erhalten eine ID, diese wird durch ein "W" bei Schuss­waffen und ein "T" bei wesent­lichen Waffen­teilen geführt. Das führende wesent­liche Waffen­teil bei Lang­waffen ist das Gehäuse und bei Kurz­waffen das Griff­stück. Weitere wesent­liche Waffen­teile sind u. a. der Lauf und der Ver­schluss bzw. Ver­schluss­kopf.
  • Alle NWR-ID-Nummern sind 21-stellig.
  • Beim Ver-/ Ankauf von Waffen müssen alle vorge­nann­ten IDs des Käufers und Ver­käufers bekannt sein. Sie sollten auf dem Kauf­vertrag festge­halten werden.
  • Bei einem längeren Verbleib der Waffe beim Büchsen­macher müssen die IDs bekannt sein und beim NWR gemeldet werden. Das übernimmt in der Regel der Büchsen­macher/ Händler.
  • Die An- und Abmelde­fristen von Waffen belaufen sich nach wie vor auf 14 Tage.
  • Zum Kaufen von Munition genügt nach wie vor der Jagd­schein, die WBK mit einge­tragenem Munitions­erwerb oder der Munitions­erwerb­schein.

Es wird allen Waffen­besitzern empfohlen, ihre persönliche NWR-, die Erwerbs- und Waffen-IDs bei der zustän­digen Behörde früh­zeitig abzu­fragen. Am besten infor­mieren Sie sich vorab, wie die zustän­dige Ordnungs­behörde das Verfahren zum Eintrag der IDs in die WBK vor­nehmen möchte.

dsb-Info/ red