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Olympia-Bronze im Team der Bogen-Frauen

[25.07.2021 12:00 : Kategorie: TSB]
Olympia-Bronze

Michelle Kroppen, Charline Schwarz, Lisa Unruh

Nadine Messer­schmidt in der Quali­fikation

Bei den Olympischen Spielen in Tokio erkämpft sich Michelle Kroppen von SV GuthsMuths Jena, gemeinsam mit Charline Schwarz und Lisa Unruh, die Bronzemedaille im Team mit dem Recurvebogen. Olympiasieger wird das Team aus Südkorea, die Silbermedaille geht an Russland.

"Alles oder nichts!", so lautete die Devise vor dem Bronze-Match der Überraschungsteams Deutschland (Zehnter nach der Qualifikation) und Weißrussland (Zwölfter). Die Anspannung war hoch, auch wenn alle sechs Sportlerinnen bei der Vorstellung lachten. Der Start in das Match gelang perfekt. Einerseits, weil das DSB-Trio stark schoss (1x Zehn, 5x Neun), andererseits weil die Weißrussinnen nur einmal ins "Gold" trafen. Und da sich die Gegnerinnen nur gering im zweiten Satz steigerten, griffen die deutschen Frauen die sich bietende Chance beim Schopf: Dabei konnte sogar eine Sieben von Kroppen verkraftet werden, weil sie selbst eine Zehn nachlegte, Schwarz stabil blieb und Unruh starke 19 Zähler beisteuerte. Das bedeutete, Satz drei konnte bereits die Entscheidung bringen. In diesem zeigten die Weißrussinnen, die immer vorlegten, dass sie zurecht in das Bronzefinale gestürmt waren. Lediglich eine Acht, der Rest wurde im Gold platziert. Doch auch Kroppen, Schwarz und Unruh schossen stark und hatten vor dem letzten Schuss durch Unruh den "Bronze-Pfeil" – eine Zehn war allerdings die Voraussetzung. Und die Slbermedaillengewinnerin von Rio tat dies wie selbstverständlich. Der Rest war nur Jubel, Freudenschreie und Tränen. Die erste Teammedaille seit 21 Jahren war vollbracht. „Es ist überwältigend, ich freue mich riesig. Ich habe mir die Teammedaille so gewünscht. Es ist genau das, was wir uns erhofft haben. Wir gönnen uns heute richtig”, sprudelte es aus Unruh heraus. Schwarz, die einen sehr stabilen Team-Wettkampf zeigte, sagte: „Es ist unglaublich, wenn man die Medaille in der Hand hat. Man hat Höhen und Tiefen, gerade in meinem jungen Alter. Teamschießen ist definitiv anders!” Und Kroppen, die nach der feststehenden Bronzemedaille ihre Freude herausgeschrien hatte, ergänzte zu diesem Sensations-Coup: „Ich glaube, man hat es an der ersten Reaktion gesehen und gehört. Ich wusste nicht, dass ich so laut sein kann. Wir freuen uns, dann fokussieren wir uns wieder. Auf jeden Fall gehen wir positiv in die nächsten Tage.”

Mit Tränen erstickter Stimme sagte Bundestrainer Oliver Haidn: „Das ist eine Medaille für unsere ganze Mannschaft, und damit meine ich alle, die dazugehören. Die Athleten, Trainer, die Athleten zu Hause, der Verband – alle. Ich bin überglücklich. Heute können wir endlich etwas für die Unterstützung zurückgeben. Im Vorfeld ist viel Druck dagewesen, jeder hat von uns erwartet, dass wir eine Medaille holen aufgrund unserer starken Vorergebnisse. Heute wollen wir feiern und runterkommen, ab morgen wird trainiert. Und dann wird im Einzel wieder angegriffen.”

Herzlichen Glückwunsch zu diesem hervorragenden Ergebnis und viel Erfolg noch einmal "Alle Pfeile ins Gold" im Einzelwettbewerb.

Zwischenbilanz beim Skeet der Damen:

Auch unsere Thüringerin Nadine Messerschmidt vom FV SSZ Suhl hat bei ihrer Olympia-Premiere keinerlei Nervosität offenbart und eine gute Leistung gezeigt: Nach Teil eins der Qualifikation und 75 von 125 Scheiben liegt Messerschmidt mit 72 Treffern auf Platz acht, treffergleich mit der Fünftplatzierten, und hat somit alle Chancen, das Finale der besten Sechs zu erreichen.

Morgen findet dann der zweite Teil statt. Dafür drücken wir Nadine ganz fest die Daumen.

Quelle: DSB/ red
Fotos: Picture Alliance