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TSB Gesamtvorstand

[24.03.2021 10:29 : Kategorie: TSB]
TSB-Gesamtvorstand

Gesamtvorstand erstmals als Online-Meeting

Mehr als 50 Teilnehmer haben am vergangenen Samstag beim ersten digitalen Gesamtvorstand des Thüringer Schützenbundes den Haushaltsplan für das Jahr 2021 mit großer Mehrheit verabschiedet und das Präsidium mit fast ebenso großer Mehrheit für das Haushaltsjahr 2019 entlastet. Außerdem stimmten sie bei dieser Premiere, die in der andauernden Corona-Pandemie begründet lag, mit knapper Mehrheit für eine Änderung beim Landeskönigsschießen. Dieser jährliche Traditionswettbewerb soll künftig in seiner Durchführungsform wieder der Auschreibung von 1991 angepasst werden, startberechtigt sind amtierende Schützenkönige der Vereine, die Durchführung kann an einen Verein übertragen werden, welche sich dafür bewerben können. Mit knapper Mehrheit abgelehnt haben die Delegierten dagegen den Vorschlag, den Wettbewerb um den Thüringer Schützenkönig, der in der Regel alle zwei Jahre bei Schützentagen des Landesverbandes geschossen wird, abzuschaffen und alternativ als Pokalwettkampf zu den Thüringer Schützentagen durchzuführen.

Eine Patt-Situation mit 24 Ja- und 24-Nein-Stimmen sowie drei Enthaltungen ergab die Abstimmung über die Einführung von Sportdisziplinen für halbautomatische Sportwaffen. „Das müssen wir jetzt nochmal rechtlich klären“, sagte Stephan Thon, der Präsident des Thüringer Schützenbundes nach dem Ergebnis für die beiden Anträge von Sterzing-Schützenkreis, Ilmschützenkreis und Schützenkreis Hildburghausen sowie Schützenkreis Altenburg, die gemeinsam abgestimmt wurden. Mittlerweile wurde der Sachverhalt wie angekündigt geprüft und folgendes Ergebnis festgestellt: Da es für einen Beschluss einer Mehrheit bedarf und diese nicht erreicht wurde, gilt der Antrag als abgelehnt.

Große Mehrheit dagegen fand die (Wieder-) Bewerbung des Kyffhäuser Schützenkreises, der den Thüringer Schützentag 2022 in Sondershausen ausrichten will. Die ursprünglich für 5. bis 7. Juni des Vorjahres vorgesehene 18. Auflage diese Großveranstaltung war pandemiebedingt schweren Herzens abgesagt worden, sagte Stephan Thon. „Wir führen seit einem Jahr einen biologischen Krieg gegen einen Feind, der nicht sichtbar ist. Wir, der TSB haben genauso wie jeder Einzelne damit zu kämpfen. Am schmerzlichsten waren die Absagen des Schützentages in Sondershausen und der Junioren-Weltmeisterschaften in Suhl.” Während im Leistungssport weiterhin geschossen wird, sind Training und Wettkampf auf den Anlagen im Breitensport bereits seit Monaten untersagt. Michelle Kroppen (Bogen Recurve) und Nadine Messerschmidt (Flinte Skeet) „sind unsere großen Hoffnungen für die Olympischen Spiele in diesem Jahr in Tokio”, sagte Thon. „Wir wünschen ihnen für die Qualifikation viel Erfolg.”

Pandemiebedingt nicht abgesagt, aber in eine Online-Version umgewandelt wurde der Deutsche Schützentag, der vom 28. April bis 2. Mai in Gotha stattfinden sollte. „Wegen der Infektionslage kann der Deutsche Schützentag nicht wie ursprünglich geplant stattfinden”, sagte Stephan Thon. „Der parlamentarische Teil mit Neuwahl wird digital am 1. Mai durchgeführt. Zu Feierstunde und Bundeskönigsschießen wird noch beraten. Nach heutigem Stand könnte diese Veranstaltung im September in Thüringen stattfinden.” Das sei allerdings kein Ersatz für einen Deutschen Schützentag in gewohnter Form. „Die Stadt Gotha und der TSB haben sich entschieden, ihre Bewerbung auf das Jahr 2029 zu erweitern”, sagte Thon. Die Stadt habe dem Verband dafür die gleichen Konditionen zugesichert.

Der TSB-Gesamtvorstand hat seine Vertreter für die Delegiertenversammlung des DSB benannt.

Jan-Thomas Markert/red